Die Herstellung von Zigarren bietet interessante Fakten

Nach wie vor sind der Genuss und das Rauchen von Zigarren etwas Besonderes für besondere Anlässe (Geburt, Hochzeit etc.). Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, wie diese Luxusartikel hergestellt werden?

Die Geschichte der Zigarren beginnt etwa im 16.Jahrhundert in Spanien, wo man die ersten Varianten dieses besonderen Produkts, das noch heute mit Luxus assoziiert wird, herstellte. Im südamerikanischen Raum benutzten die Menschen Tabak bereits vor mehr als 3.000 Jahren als Heil- und auch als spirituelles Mittel. Seit Christoph Kolumbus den Kontinent Amerika entdeckte, ist Tabak weltweit ein bekanntes und beliebtes Genussmittel. Die ersten Zigarren produzierte man in Spanien im 18. Jahrhundert und sie verbreiteten sich schnell. Den Tabak gewinnen die Hersteller aus der Tabakpflanze. Diese ist ein Nachtschattengewächs und zählt zu der Gattung der Nicotiana.

Zur Herstellung von Zigarren nimmt man vorwiegend die Sorte Nicotina Tabacum, aber auch die Nicotina Rustica kommt zum Einsatz. Die wichtigsten Anbaugebiete der Tabakpflanze befinden sich in Kuba, Brasilien, Ecuador, Mexiko, Nicaragua, North- und South Carolina oder auch in Virginia. Denn eine Tabakpflanze wächst besonders gut bei warmen Temperaturverhältnissen, viel Sonneneinstrahlung und einer hohen Luftfeuchtigkeit. So liegt beispielsweise die Luftfeuchtigkeit in Kuba bei etwa 80 bis 90 Prozent. Die berühmten kubanischen Zigarren gelten bei den Liebhabern aufgrund des außergewöhnlichen Geschmacks und der guten Qualität des verwendeten Tabaks als die exklusivsten und besten. Die Herstellung der meisten dieser exklusiven Zigarren erfolgt traditionell, wie dies bereits vor Jahrhunderten der Fall war, in Handarbeit. Die erste Fabrik zur Herstellung dieser Produkte eröffnete man im Jahre 1799 in Havanna, der Hauptstadt von Kuba. Es ist besonders bemerkenswert, dass man zu dieser Zeit den Arbeitern in den Fabriken dieser bekannten Stadt, während der Herstellung der handgearbeiteten Zigarren, Artikel und Geschichten vorgelesen hat, damit sie sich während der Arbeit weiterbilden konnten. Neben den reinen Tabakzigarren gibt es zudem auch aromatisierte Zigarren. Bei diesen Varianten mischen die Hersteller der Zigarre neben der Tabakpflanze noch Aromastoffe bei, welche sich beim verbrennen des Tabaks entfalten. Dadurch können sie ein Aroma von Kirschen, Vanille, Port Wine oder Rum entfalten. So dürfte für jeden Zigarrenliebhaber etwas dabei sein.

20. Oktober 2010